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Auswertung der Gehaltsumfrage 2011
des RENO Bundesverbandes

In diesem Jahr hat der RENO Bundesverband eine Gehaltsumfrage unter den Angestellten in den Rechtsanwalts-kanzleien und Notariaten bundesweit durchgeführt. Wir danken allen Kolleginnen und Kollegen für Ihre Beteiligung.

3277 Umfragebögen konnten nach Daten- und Plausibilitätsprüfung ausgewertet werden.

Die Auswertung zeigte auch in diesem Jahr, dass wir in einem überwiegenden Frauenberuf arbeiten. Der Anteil der teilnehmenden, männlichen Kollegen lag bei 3,2 %.

Mit 64,2 % arbeiten die meisten Kolleginnen und Kollegen in einer Rechtsanwaltskanzlei, gefolgt von Rechtsanwaltskanzlei/Notariat.

  Arbeitsplätze:


Rechtsanwaltskanzlei

Notariat

Rechtsanwaltskanzlei / Notariat Rechtsanwalt/Steuerberater/Wirtschaftprüfer


64,2%
  02,1%
 31,0%

  02,7%



Dies spiegelt sich auch in den Angaben zum Beruf wieder:

 Ich bin

 

Rechtsanwaltsfachangestellte/r

Notarfachangestellte/r

Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte/r

Rechts-/Notarfachwirt/Bürovorsteher/in

sonstiger kaufmännischer Beruf

sonstige Ausbildung

ohne Ausbildung

47,3%
02,1%
32,2%
16,5%
01,0%
00,9%
00,4%

Zum Tätigkeitsbereich gab der größte Teil der teilnehmenden Kolleginnen und Kollegen die überwiegende selbständige Sachbearbeitung (45,7 %) an, gefolgt von der teilweisen selbständigen Sachbearbeitung (34,7 %) und erfreulicherweise lag die fachliche Mitar­beiterführung bei 12,4 %. Die weisungsgebundene, nicht selbständige Sachbearbeitung war nur mit 7,2% vertreten.

 

Zum Arbeitsvertrag beantworteten erfreulicherweise 96,8 %, dass ihr Arbeitsverhältnis unbefristet ist. Der Anteil der befristeten Arbeitsverhältnisse lag damit nur bei 3,2 %.

 

Nach wie vor beträgt die wöchentliche Arbeitszeit der Kolleginnen und Kollegen größtenteils 40 Stunden.

 

bis 10 Stunden

00,8%

 

bis 15 Stunden

00,9%

bis 20 Stunden

06,8%

 

bis 24 Stunden

02,0%

bis 30 Stunden

11,1%

 

bis 35 Stunden

08,1%

bis 38 Stunden

11,0%

 

bis 40 Stunden

57,5%

mehr als 40 Stunden

01,7%

 

 

 

 

 

Zur Mehrarbeit gaben 2006 noch 48 % an Überstunden zu leisten, so traf dies 2011 nur noch auf 36,4 % der Teilnehmer/innen zu.

 

Die Mehrarbeitszeit lag bei:

               0 Mehrstunden pro Woche
       1 bis  4 Mehrstunden pro Woche
       5 bis  9 Mehrstunden pro Woche
    10 bis 14 Mehrstunden pro Woche
    15 bis 20 Mehrstunden pro Woche
keine Mehrstunden angegeben

3,0%
19,5%
10,4%
03,1%
 0,4%
63,6%

Die Mehrarbeit wird immer noch hauptsächlich mit Freizeit ausgeglichen (67,4 %), 12, 8 % der Befragten gaben an, eine Vergütung zu erhalten, 4,4 % erhalten teils eine Vergütung als auch Freizeitausgleich. Erfreulicherweise ist der Anteil an Mehrarbeit, die nicht vergütet wird bzw. schon in der Vergütung enthalten ist auf 12,4 % zurückgegangen. (2006 waren es noch 23,9 %)

 

Der Urlaubsanspruch nach Arbeitstagen lag bei:

  0 – 20 Tage = 00,9%  /  21 – 23 Tage = 03,0%  /  24 – 26 Tage = 49,6%
27 – 29 Tage = 19,3%  /  30 – 32 Tage = 18,6%  /  über 32 Tage = 00,6%

 

Insgesamt gesehen hält sich der Urlaubsanspruch an die gesetzlichen Vorgaben. Die Mehrheit der Befragten hat einen Urlaubsanspruch von 24 – 26 Arbeitstagen.

 

Zum Gehalt wurden folgende Angaben gemacht:

 

Anzahl der Gehälter:

12,0 Gehälter

 73,0%

12,5 Gehälter

 1,3%

13,0 Gehälter

 22,9%

13,5 Gehälter

 2,1%

14,0 Gehälter

 0,7%

 

Zusätzliche Leistung:

Urlaubsgeld

30,2%

Weihnachtsgeld

48,2%

Treueprämien

6,0%

Fahrtkosten

35,2%

Dienstwagen

2,1%

Vermögenswirksame Leistungen

32,3%

Direktlebensversicherung

13,8%

Fortbildung

39,2%

Kinderbetreuung/-garten

1,7%

Auto/Benzin/Parkplatz

2,9%

 

 

Um die angegebenen Gehälter vergleichbar zu machen, haben wir sie auf 40-Wochen­stunden (173 Monatsstunden) umgerechnet.

 

Wir haben die Auswertungen nach Bundesländern vorgenommen. Eine Auswertung nach Postleitzahlen war auf Grund der Beteiligung nicht flächendeckend möglich. Die Übersichten sind nach den Berufsgruppen und nach Berufserfahren erstellt.

 

Alle Angaben, die uns übermittelt wurden, werden vertraulich behandelt und bleiben selbstverständlich anonym. Zugesandte Fragebögen wurden nach der Auswertung ordnungsgemäß vernichtet.

Übersicht: Jahresgehalt, Berufserfahrung und Bundesländer:


1 – 5 Jahre

6 – 12 Jahre

Baden-Württemberg

21.712

28.473

Bayern

23.002

28.092

Berlin

22.170

25.857

Brandenburg

16.522

21.948

Bremen

21.607

26.338

Hamburg

23.189

28.030

Hessen

23.671

29.267

Mecklenburg-Vorpommern

16.406

18.477

Niedersachsen

19.020

23.724

Nordrhein-Westfalen

20.754

24.105

Rheinland-Pfalz

20.203

22.577

Saarland

18.322

21.111

Sachsen

17.956

17.885

Sachsen-Anhalt

16.820

16.465

Schleswig-Holstein

20.532

22.910

Thüringen

17.424

17.460

 

Übersicht: Jahresgehalt, Berufsgruppen und Bundesländer

 

 BG 1

 

BG 2

 

BG 3

BG 4

 

Baden-Württemberg

25.983

32.500

0*1

34.448

Bayern

25.911

29.876

0*1

31.619

Berlin*

23.672

28.444

24.862 

32.644

Brandenburg

19.392

22.500

0*1

   27.612

Bremen*

24.381

25.235

25.708

34.072

Hamburg*

28.943

40.622

34.014

34.273

Hessen*

24.733

34.667

28.654

34.328

Mecklenburg-Vorpommern

17.194

22.840

0*1

20.418

Niedersachsen*

20.523

25.968

22.976

29.364

Nordrhein-Westfalen*

23.155

40.081

24.684

30.573

Rheinland-Pfalz

20.539

27.257

0*1

26.653

Saarland

19.014

35.000

0*1

32.653

Sachsen

17.804

22.358

0*1

19.836

Sachsen-Anhalt

16.634

0

0*1

22.740

Schleswig-Holstein*

22.207

0

10.956

29.302

Thüringen

16.953

26.400

0*1

18.107

 

BG 1: Rechtsanwaltsfachangestellte/r
BG 2:Notarfachangestellte/r
BG 3:Rechtsanwalts- /Notarfachange-stellte/r.
BG 4:Fachwirt/in – Bürovorsteher/in

* In diesen Bundesländern gibt es das Anwaltsnotariat, d. h. die Befragten haben Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte gelernt. Sie arbeiten in der Praxis aber überwiegend in nur einem Berufszweig.
Zu der Berufsgruppe Notarfachangestellte liegen in den Bundesländern Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein keine Angaben vor.

*1 In diesen Bundesländern gibt es das „Nur-Notariat“ (hauptberufliche Notare). Hier werden Ausbildung und Tätigkeit in Rechtsanwaltsfachangestellte oder Notarfachangestellte unterschieden. Die Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte kommt hier nicht vor.

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